Lebenslauf von Ulrich Steinhilper

Ulrich Steinhilper wurde Ende des 1. Weltkrieges in Stuttgart geboren. Er verbrachte die Kindheit in Ochsenwang (Württemberg) und in Creglingen, sein Vater war Lehrer dort. Ulrich Steinhilper machte Abitur in Ludwigsburg, 1936 wurde er Offiziersanwärter bei der Luftwaffe. Er flog den Heinkel "Kadett" und den Focke Wulf "Stieglitz". 1937 wurde er Flugzeugführer. Anfang 1939 wurde er dem JG Jagdgeschwader 433 (später JG 52) zugeteilt und diente bei Adolf Galland, damals "Veteran" in der Legion Condor.

Steinhilper war als Nachrichtenoffizier der Gruppe bemüht, die Funksprechtechnik bei den Jagdstaffeln einzuführen.

JG 52 wurde bei Kriegsbeginn von Böblingen nach Bonn-Hangelar verlegt. Während des polnischen ’Blitzkriegs’ verteidigte die Gruppe das Ruhrgebiet mit der Messerschmidt Me 109.

Während des "Sitzkriegs" an der Westfront wurde die I/JG 52 nach Süden verlegt und flog von Laachen-Speyerdorf Einsätze über Frankreich bis Mai 1940, dem Beginn des Frankreichfeldzuges. Ab August war Steinhilpers Gruppe im Jagdeinsatz am Ärmelkanal und über England. In verlustreichen Monaten erzielte Steinhilper 5 Abschüsse, bevor er selbst abgeschossen und gefangen genommen wurde.

Im Januar 1941 wurden die deutschen Kriegsgefangenen (Prisoners of War = POWs) nach Kanada verschifft. Aus dem POW-Lager 30, Bowmanville, Ontario, Canada, flüchtete Steinhilper am 23. November 1941. Nach einer zweitägigen Odyssee zu Fuss, Lastwagen und Eisenbahn wurde er in Niagara Falls, Ontario, wieder aufgegriffen. Er verbrachte tatsächlich 30 Minuten – sich an die Lokomotive klammernd – in den damals noch neutralen USA.

Keine drei Wochen später floh er wieder und schaffte es bis Montreal, Quebec.

Am 18. Februar 1942, dem Tag des dritten Fluchtversuchs aus dem Kriegsgefangenenlager, maskierten sich Steinhilper und sein Freund Waller als Maler und stiegen dabei mit Leitern- am hellen Tag - über den Zaun. Sie kamen bis Watertown im Staat New York, wurden aber nach vier Tagen dort von einem Polizisten verhaftet. Nach zwei weiteren Fluchtversuchen fing Steinhilper im März 1944 an, "verrückt" zu spielen, um ausgetauscht zuwerden.

Er erlebte das Kriegsende jedoch im Lager. Endlich wurde er 1946 nach Deutschland zurücktransportiert und im Dezember entlassen. Innerhalb weniger Tage wurde er "Truckdriver", fuhr Lastwagen für die US-Army. Ab 1948 arbeitete er für Pan American Airways in Stuttgart am Flughafen.

1953 wechselte er zu IBM-Deutschland und wurde dort erfolgreicher Verkäufer elektrischer Schreibmaschinen. Schon 1955 hatte er die Idee: "Denken hörbar zu machen, danach sichtbar und zur Verteilung aufzubereiten!". 1972 dann, zeichnete ihn IBM für die Schöpfung des Begriffes "Word Processing" (Textverarbeitung) aus. Über diese Erfahrung und das noch bei IBM geschriebene Buch "ABC derTextverarbeitung" wird weiter unten berichtet.

Als Pensionär hat Ulrich Steinhilper weitere Bücher als autobiographische Abenteuerromane geschrieben: "Spitfire on My Tail" (Aufwachsen bis zum Abschuss über England), "Zehn Minuten bis Buffalo" (Abschuss und dreimal Flucht), "und Gott lenkt!" (zwei weitere Fluchtversuche- der geheime Code - das Verrücktspielen im Irrenhaus - eine Lebenserfahrung die er niemals wiederholen würde - bis zur Heimkehr).

Heute lebt er mit Frau Lore im Herzen der blühenden Stadt Stuttgart.

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